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PA in der Notaufnahme

Irmingard Völkl, Physician Assistant, B.Sc.
Klinikum Weiden in der Oberpfalz


Nach Abitur und der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege arbeitete ich seit 2001 auf verschiedenen bettenführenden Stationen. Mein Herz gehört jedoch unserer interdiziplinären Notaufnahme am Klinikum Weiden i.d. Oberpfalz. Hier absolvierte ich auch berufsbegleitend das Studium zum Bachelor of Science in Physician Assistance an der Steinbeis-Universität in Berlin.
Die Anfangsjahre als PA waren für mich sehr hart. Es schien lange Zeit so, als ob nur unser Geschäftsführer Herr Götz und ich von dem Projekt PA am Klinikum Weiden überzeugt seien.

Dies sollte sich schlagartig ändern, als Chefarzt Dr. Andreas Dauber die Leitung der Zentralen Notaufnahme übernahm. Dr. Dauber hatte in den USA viele Jahre mit Physician Assistant zusammengearbeitet. Er bezeichnet die PAs als mid-level provider, die im Ärzteteam für Beständigkeit sorgen. Während die Assistenzärzte im Rahmen ihrer Weiterbildung kommen und gehen, bleibt der PA.

Meine Aufgaben in der Notaufnahme sind ausgesprochen vielfältig. Ich habe so eine Art Jokerfunktion. Während unsere Oberärzte und Assistenzärzte in "ihrer" Fachrichtung tätig sind, übernehme ich Aufgaben in allen Disziplinen, die gerade durch ein hohes Patientenaufkommen Unterstützung brauchen.
Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die vollständige Aufnahme unserer Patienten. Dies geschieht auf zweierlei Art:
Bei chirurgischen Patienten verschafft sich der zuständige Oberarzt zusammen mit mir kurz einen Überblick über den Patienten, wir legen das Procedere fest und ich nehme danach den Patienten auf. Anamnese, körperliche Untersuchung, venösen Zugang legen und Blutabnahme, Veranlassung der notwendigen Untersuchungen und Verfassen des Aufnahmebriefes für die Station werden so von mir selbstständig übernommen.
Bei internistischen Patienten nehme ich den Patienten selbstständig auf. Dazu gehört neben Anamnese und körperlicher Untersuchung die Interpretation des EKGs und ggf. notwendiger Ultraschalldiagnostik auch die Veranlassung von Konsilen oder das Anordnen der entsprechenden Laborparameter. Bevor der Patient die Notaufnahme verlässt, bespreche ich den Fall mit dem zuständigen Oberarzt.
Aber auch einfache Wundversorgungen wie z.B. das Nähen von Schnitt- und Kopfplatzwunden, die Triage und das Monitoring von kritischen Patienten gehört zu meinem Aufgabengebiet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einarbeitung unserer neuen Assistenzärzte. Sofern sie mit den Modalitäten unserer Notaufnahme noch nicht vertraut sind, können sie sich jederzeit an mich wenden.
Seit einem halben Jahr sammle ich Erfahrung in der Notfall-Ultraschalldiagnostik. Nach einem Intensivkurs im Abdomen-Sono folgt demnächst ein Kurs für Herzecho.
Mein Chef legt sehr großen Wert auf kontinuierliche Fortbildung. Dem kann ich nur zustimmen. 

Ich freue mich auf hoffentlich noch viele Jahre guter Zusammenarbeit.